Der Frankfurter HC musste am Samstagabend eine deutliche Heimniederlage hinnehmen. Trotz einer überzeugenden ersten Halbzeit verlor das Team gegen den TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck am Ende klar mit 25:37 (14:14). Über weite Strecken der ersten 30 Minuten bot der FHC dem favorisierten Gegner aus Westfalen einen offenen Schlagabtausch, doch nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gäste mit zunehmender Dominanz durch.
Die Gastgeberinnen erwischten einen guten Start in die Partie. Von Beginn an agierte Frankfurt konzentriert, spielte im Angriff strukturiert und nutzte seine Chancen effektiv. Besonders über den Rückraum und das Zusammenspiel mit dem Kreis gelang es dem Team, die Abwehr der Gäste mehrfach in Verlegenheit zu bringen. Die Defensive stand kompakt und zwang Bielefeld immer wieder zu schwierigen Würfen aus der Distanz.
Bis zur Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Führungen. Der FHC zeigte sich kämpferisch und diszipliniert, während der TuS 97 zunehmend sein Tempospiel forcierte. In den letzten Minuten vor der Pause nutzten die Gäste einige Unkonzentriertheiten im Frankfurter Angriff, wodurch sie mit schnellen Gegenstößen zum Ausgleich kamen. Mit dem 14:14-Halbzeitstand ging es leistungsgerecht in die Kabinen – ein Ergebnis, das den couragierten Auftritt der Gastgeberinnen in den ersten 30 Minuten unterstrich.
Nach dem Seitenwechsel konnte der Frankfurter HC das hohe Niveau jedoch nicht halten. Bielefeld kam entschlossener aus der Kabine und erhöhte das Tempo deutlich. Der TuS nutzte konsequent jeden Ballverlust des FHC, um über die erste und zweite Welle einfache Tore zu erzielen. Frankfurt verlor im Angriff zunehmend die Ordnung, produzierte technische Fehler und ließ die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Die Gäste zogen innerhalb weniger Minuten auf 16:23 davon – eine Vorentscheidung, von der sich der FHC nicht mehr erholen sollte.
Trotz personeller Wechsel und taktischer Umstellungen fand Frankfurt in der Defensive kein wirksames Mittel mehr gegen den druckvollen und variablen Angriff des TuS 97. Bielefeld spielte routiniert, nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus und zeigte sich im Torabschluss äußerst effizient. Auch die Torhüterin der Gäste überzeugte mit mehreren starken Paraden, während beim FHC zunehmend die Kräfte schwanden.
Beste Spielerin auf Seiten des Frankfurter HC war Eike Hannemann, die mit sieben Treffern ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellte und in der Offensive immer wieder Verantwortung übernahm. Trotz des deutlichen Rückstands kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss weiter und versuchte, das Ergebnis im Rahmen zu halten. Am Ende stand jedoch eine klare 25:37-Niederlage, die vor allem auf die schwachen zweiten Halbzeit zurückzuführen war.
Nach dem Spiel zeigten sich Trainer und Spielerinnen des FHC selbstkritisch, aber auch entschlossen. „Die erste Halbzeit war ordentlich. Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können. Nach der Pause haben wir aber zu viele Fehler gemacht und Bielefeld zu leichten Toren eingeladen", lautete das Fazit aus dem Frankfurter Lager.
Mit dieser Niederlage bleibt der FHC in der unteren Tabellenhälfte und wird nun versuchen, aus den gezeigten Stärken der ersten Halbzeit die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck hingegen bestätigt mit dem souveränen Auswärtserfolg seine gute Form und festigte seine Position in der Spitzengruppe der Liga.
Am kommenden Spieltag wartet mit dem SV Todesfelde die nächste Herausforderung.