Im wichtigen Duell der 3. Liga Nord musste der Frankfurter HC erneut eine bittere Niederlage hinnehmen. Gegen die zweite Mannschaft der HSG Blomberg-Lippe II und verlor das Team aus der Oderstadt mit 27:21 (9:10). Trotz einer kämpferischen ersten Halbzeit konnte der FHC die Führung nicht über die Zeit bringen und steckt nach der Pleite weiterhin tief im Abstiegskampf. Während Frankfurt mit Platz 10 im Tabellenkeller bleibt, verbesserte sich Blomberg-Lippe II auf Rang 6 und baut den Abstand auf die gefährdete Zone aus.
Von Beginn an lief beim Frankfurter HC wenig zusammen. Die Mannschaft kam in der Anfangsphase überhaupt nicht ins Spiel, wirkte nervös und unkonzentriert. Technische Fehler, ungenaue Zuspiele und überhastete Abschlüsse prägte das Bild. Blomberg dagegen startete konzentriert, nutzte die Schwächen des Gegners konsequent aus und ging schnell mit mehreren Toren in Führung. Besonders über die Flügel sorgten die Gastgeberinnen früh für Gefahr und stellten die Frankfurter Defensive vor große Probleme.
Erst Mitte der ersten Halbzeit fand der FHC allmählich zu seinem Rhythmus. Mit mehr Struktur im Angriff und einer verbesserten Abwehrarbeit konnte das Team den Rückstand Tor um Tor verkürzen. Dabei übernahmen Joana Rafaela Pires und Eike Hannemann Verantwortung und setzte entscheidende Akzente. Pires traf mehrfach aus dem Rückraum mit Wucht und Präzision, während Hannemann am Kreis und von den Außenpositionen erfolgreich abschloss. Durch diese starke Phase gelang dem FHC kurz vor der Pause sogar die Wende mit einer 9:10-Führung ging es in die Kabinen.
Die knappe Pausenführung spiegelte den Spielverlauf wider: Nach einem schwachen Start hatte Frankfurt sich zurückgekämpft, mit Engagement verteidigt und im Angriff endlich Lösungen gefunden. Hoffnung keimte auf, dass man die Partie im zweiten Durchgang drehen könnte.
Doch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild erneut. Die Gastgeberinnen kamen deutlich wacher aus der Kabine, während der FHC den Schwung der ersten Halbzeit nicht mitnehmen konnte. Blomberg-Lippe II erhöhte das Tempo, agierte mit mehr Tiefe im Angriffsspiel und profitierte von mehreren Frankfurter Fehlpässen. Immer wieder kam die HSG über ihre zweite Welle zu einfachen Treffern. Innerhalb weniger Minuten kippte die Partie - aus der knappen FHC-Führung wurde ein deutlicher Rückstand.
In dieser Phase gelang es den Gästen nicht, Ruhe ins eigene Spiel zu bringen, zu viele Ballverluste, unvorbereitete Würfe und Nachlässigkeiten in der Abwehr ermöglichten den Blombergerinnen eine komfortable Führung. Zwar versuchte der FHC mit kämpferischem Einsatz gegenzuhalten, doch der Gegner zeigte nun die reife Spielanlage, kombinierten sicher und spielte die Chancen konsequent zu Ende. Besonders in den letzten 15 Minuten dominierten die Gastgeberinnen klar und entschieden die Begegnung am Ende verdient mit 27:21 für sich.
Auf Frankfurter Seite war Joana Rafaela Pires mit 6 Treffern einmal mehr die beste Werferin. Auch Eike Hannemann überzeugte mit 5 Toren und hohem Einsatzwillen. Beide zeigten, dass sie wichtige Stütze des Teams sind. Doch insgesamt fehlte es dem FHC an Konstanz über die gesamten 60 Minuten. Eine starke erste Halbzeit reichte nicht aus, um gegen die Spielstarke Blomberger Reserve zu bestehen.
Mit dieser Niederlage verschärft sich die Situation im Tabellenkeller weiter. Der FHC belegt derzeit Rang 10 und steckt tief im Abstiegskampf. Vor allem in den kommenden Wochen muss das Team dringend punkten, um den Anschluss an das sichere Mittelfeld nicht zu verlieren. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mithalten kann - doch es fehlt oft an der Konsequenz in entscheidenden Phasen und an der mentalen Stabilität, um Führungen zu verteidigen.
Trainer und Team werden die Fehler dieser Partie genau analysieren müssen. Wichtig wird sein, die positive Energie aus der ersten Halbzeit mitzunehmen , über 60 Minuten konzentriert zu bleiben und vor allem im Angriff effektiver zu werden. Trotz der schwierigen Situation ist der Klassenerhalt noch in Reichweite - doch dazu braucht es jetzt Siege und mannschaftliche Geschlossenheit.
Die HSG Blomberg-Lippe II hingegen bestätigte mit diesem Erfolg ihre aufsteigende Form und klettert mit Tabellenplatz 6 in sichere Regionen. Mit viel Tempo, Spielfreude und stabiler Abwehr zeigte die junge Mannschaft erneut, warum sie zu den unangenehmsten Gegnerinnen der Liga zählt.
Für den Frankfurter HC heißt es nach dieser Enttäuschung: Mund abwischen, weiterarbeiten und im nächsten Spiel wieder angreifen. Im Abstiegskampf zählt nun jeder Punkt - und dafür braucht es vollen Einsatz, Kampfgeist und den Glauben an die eigene Stärke.
Am kommenden Samstag, den 28.02.2026 Empfänger der Frankfurter HC im Heimspiel den Tabellenzweiten den SV Grün-Weiß Schwerin