Es war ein Abend, der sportlich überzeugte – und zugleich unter die Haut ging: Der Frankfurter HC setzte sich im Rückspiel der Qualifikation zum DHB-Pokal mit 26:19 (15:9) gegen HV Grün-Weiß Werder durch und sichert sich damit verdient den Einzug in die erste Pokalrunde.
Dabei begann die Partie zunächst völlig offen. In den ersten 14 Minuten lieferten sich beide Teams ein intensives Duell auf Augenhöhe, geprägt vom Tempo, Einsatz und immer wieder wechselnden Führungen. Doch schon in dieser Phase war zu spüren, dass der Frankfurter HC bereit war, an diesem Abend den entscheidenden Schritt zu gehen.
Mit zunehmender Spieldauer fand der FHC immer besser in seinen Rhythmus. Die Abwehr stand kompakter, im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt – und plötzlich kippte das Spiel. Angetrieben vom großem Kampfgeist und dem Willen, dieses wichtige Spiel für sich zu entscheiden, setzte sich der FHC ab und erspielte sich bis zur Pause eine verdiente 15:9-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Frankfurter HC die tonangebende Mannschaft. HV Grün-Weiß Werder stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch die Gastgeberinnen hielten dagegen – mit Leidenschaft, Teamgeist und der nötigen Konsequenz in den entscheidenden Momenten. Jeder Treffer wurde lautstark gefeiert, jede gelegene Aktion brachte zusätzliche Energie auf die Platte.
Besonders herausragend präsentierte sich Eike Hannemann mit sechs Treffern. Auch Jolene Preussler und Adele Kasper überzeugten mit jeweils vier Toren und waren wichtige Stützen im Offensivspiel. Doch an diesem Abend war es vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die den Unterschied machte.
Als die Schlussminuten anbrachen, war die Entscheidung gefallen. Der Frankfurter HC brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und machte mit dem 26:19-Erfolg den Einzug in die erste Runde des DHB-Pokals perfekt. Der Jubel über den sportlichen Erfolg war groß – doch er sollte wenig später von ganz besonderen Momenten begleitet werden.
Denn nach dem Schlusspfiff wurde es emotional in der Halle. Der Frankfurter HC verabschiedete mehrere Spielerinnen, die das Team über Jahre geprägt haben. Unter langanhaltenden Applaus und sichtlich bewegten Gesichtern wurden Vlada Kosmina, Viktoria Stoik, Nikolina Todorovic, Jolene Preussler, Paula Förster, Nora Rohde sowie Anika Mensing verabschiedet.
Es waren Momente voller Dankbarkeit, Erinnerungen und auch Wehmut – Momente, die zeigten, dass Handball weit mehr ist als nur ein Spiel. Für viele Spielerinnen endete an diesem Abend ein wichtiger Abschnitt ihrer Karriere beim FHC.
Mit diesen bewegenden Bildern geht der Frankfurter HC in die Sommerpause. Nach dem erfolgreichen Einzug in den DHB-Pokal richtet sich der Blick nun nach vorne. Mit einem veränderten Kader wird das Team in der kommenden Saison einen neuen Angriff starten – doch dieser Abend wird noch lange in Erinnerung bleiben.
Fazit:
Ein verdienter Sieg, eine starke Teamleistung – und ein Abschied, der emotionaler kaum hätte sein können. Ein Abend, der sportlichen Erfolg und große Gefühle vereinte.
