Mit 6:0 Punkten war der FHC nach Hannover gereist. Die Gastgeber hatten mit 4:0 Punkten ebenfalls einen guten Saisonstart hingelegt. Entsprechend spannend sollte die Partie werden. Wirklich hochklassig war das Spiel allerdings über weite Strecken nicht. Beide Mannschaften leisteten sich viele technische Fehler und ließen zahlreiche Chancen liegen.
Frankfurt erwischte dabei zunächst den etwas besseren Start und konnte sich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Wirklich Ruhe kam aber auch beim FHC nicht ins Spiel. Zu viele einfache Fehler verhinderten einen kontrollierten Aufbau. Trotzdem reichte es zur Halbzeit zu einer 12:9 Führung.Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Wieder unterliefen beiden Mannschaften immer wieder Fehler, dazu kamen einige unnötige Fehlwürfe. Frankfurt hatte mehrfach die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen und die Partie in die gewünschte Richtung zu lenken. Stattdessen blieb Hannover dran.Die Gastgeber kämpften sich Tor um Tor heran und plötzlich war wieder alles offen. Frankfurt fand keine richtige Antwort mehr und brachte sich mit weiteren Fehlern selbst in Bedrängnis.Eine Minute vor dem Ende wurde es dann richtig bitter. Nach einem weiteren Abspielfehler des FHC bekam Hannover die Chance, erstmals in Führung zu gehen. Bei 59:19 nahm der Trainer des TV Hannover-Badenstedt seine letzte Auszeit. Es war klar, dass es jetzt auf den letzten Angriff ankommen würde.
Und tatsächlich fiel die Entscheidung erst mit der Schlusssirene. Hannover nutzte die letzte Möglichkeit und traf zum 23:22. Der Jubel in der Halle war entsprechend groß, während auf Frankfurter Seite nur Enttäuschung blieb.Aus Sicht des FHC ist diese Niederlage besonders ärgerlich. Frankfurt hat sich in diesem Spiel selbst geschlagen. Natürlich hat Hannover bis zum Schluss gekämpft und sich nie aufgegeben. Trotzdem hätte Frankfurt diese Partie gewinnen können und eigentlich auch müssen. Wer auswärts zur Halbzeit mit drei Toren führt, darf das Spiel nicht mehr aus der Hand geben.Joana Rafaela Pires war mit sieben Treffern die erfolgreichste Frankfurter Werferin, Cosima Cheyenne Herrmann kam auf vier Tore. Doch die gute individuelle Ausbeute konnte die vielen technischen Fehler und vergebenen Chancen nicht auffangen.
So ehrlich muss man nach diesem Spiel auch sein: Mit so vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen hat man es am Ende nicht verdient, als Sieger von der Platte zu gehen. Genau das macht die Niederlage so bitter. Die zwei Punkte waren durchaus möglich, doch Frankfurt hat sie sich durch die eigene Fehlerquote selbst aus der Hand genommen.
Am Ende bleibt ein 22:23, ein bitterer Buzzer-Beater und vor allem die Erkenntnis, dass an diesem Abend deutlich mehr drin gewesen wäre.